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Auf Futtersuche mit Thomas

Dass unser Thomas Timm ein Faible für Rohkost hat, wussten wir. Aber er hat auch Ahnung von manch einem Pflänzchen am Waldesrand und geht für eine leckere Abendmahlzeit einfach mal eine Runde spazieren. Doch was futtert er dann so alles? Wir haben eine Kräuterwanderung mit Thomas veranstaltet, auf der er uns die kleinen Köstlichkeiten am Wegesrand erklärt hat.

 

Wir brauchen nicht weit in den Wald hinein gehen, schon stoßen wir auf die ersten Brombeer- und Himbeerpflanzen, deren Blätter uns Thomas ans Herz legt. Nicht nur als Tee zubereitet kann man sie genießen, auch als Rohkost genossen haben sie eine Blutzucker senkende Wirkung! Nachdem wir Weißdornblüten probiert haben, die gut gegen Kreislaufprobleme anzuwenden sind, wandern wir weiter. Den Blick konzentriert ins „Gebüsch“ gerichtet.Gänseblümchen, Löwenzahn, Knoblauchrauke, alles wird probiert. Besonders die Knoblauchrauke, die sich auch auf die Atemwege positiv auswirkt, hat einen wirklich intensiven Geschmack. Gerade zum Geschmack muss man sagen, vieles ist gewöhnungsbedürftig. Aber auch da hat Thomas einen Tipp. „Einfach eine große Schüssel an Wildkräutern mischen, viele sehr intensive Geschmacksrichtungen heben sich gegenseitig dann ein wenig auf und machen die Mischung einfach lecker!“ Weiter geht es dann zu einer ganz bestimmten Ecke, hier wächst der Giersch in Massen. „Das ist ein toller Salat, hier kannst du richtig viel pflücken“ lacht er und zeigt nach rechts zwischen eine Baumplantage. Er erklärt uns, dass man den Giersch am besten mit einer Schere abschneidet, dann lässt sich der dreieckige Stängel gut erkennen.Den Wiesenbärenklau dreht Thomas um, die Unterseite ist heller als die Oberseite. Den Wegerich müssen wir etwas suchen, aber werden dann doch fündig. Er ist erkennbar an den mindestens fünf Rippen, weiß Thomas. Er empfiehlt, mit einem guten Pflanzenbuch los zu ziehen und sich Zeit zu nehmen, bei einigen Doldengewächsen gibt es zum Beispiel Verwechslungsgefahr.Gegen Ende der Wanderung machen wir uns über ein Feld Waldsauerklee her. Der Name ist Programm und der Klee hat einen angenehm frischen säuerlichen Geschmack. Nur massenhaft sollte man ihn nicht verzehren.Uns hat die Wanderung Spaß gemacht und wir wissen, wenn wir mal kein Proviant dabei haben, gibt es einiges zu naschen im Wald. Man muss nur die Augen auf machen!

B.E.

 
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