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Vergessen Sie alles, was Sie bisher als Konzepte gelesen haben. Lassen Sie sich ein auf


Die ehrgeizige Idee vom Bau einer ökologischen Kleinstadt 



Kurze Historie
Der Verein Ökostadt Rheinland e.V. hat sich im Oktober 2003 gegründet. Das erklärte Ziel ist der Bau einer ökologischen Kleinstadt mit umweltverträglichen Alternativen aus allen Lebensbereichen. Das heißt, es handelt sich hier nicht um ein Ökodorf im herkömmlichen Sinne. Es soll eine regelrechte Stadt mit kompletter Infrastruktur aufgebaut werden, die jedoch nach aktuellsten ökologischen Standards, Ressourcen schonend, naturnah und fair konzipiert ist.
Um dieses Ziel bekannt zu machen, hat sich Ökostadt Rheinland e.V. entschlossen, nicht nur Vorträge zu verschiedenen Themen wie schadstoff-freies Wohnen, gesunde Ernährung, alternative Heilmethoden etc. anzubieten. Es entstand die Idee der Zeitung Ökostadt Report, mit der es möglich ist, über die Vielfältigkeit des ökologischen Lebens zu berichten und wenn möglich auch Sponsoren für den Bau der Stadt zu finden.


Wie soll die Stadt aussehen?
Als erstes war der Wunsch nach einem Stadtkern, in dem man eben all die biologisch produzierten Lebensmittel, Kleidung, Reinigungs- und Kosmetik-artikel, Schreibwarenbedarf, Einrichtungsgegenstände und Baustoffe kaufen kann, die ein umweltbewusster Mensch konsumieren bzw. gebrauchen möchte. Möglichst fair gehandelt, ökologisch einwandfrei hergestellt oder aus kontrolliert biologischem Anbau.


Ein Einkaufserlebnis der besonderen Art

Stellen Sie sich vor: In der Mitte eine Art Marktplatz mit Brunnen, Sitzgelegenheiten, Schatten spendenden Bäumen, autofreier Zone. Kreisförmig darum angeordnete Geschäfte und Anbieter, eventuell darüber Wohnmöglichkeiten, natürlich baubiologisch abgestimmt. Sie beginnen Ihren Einkaufsbummel in der vollwertigen Biobäckerei, die knusprige Dinkelcroissants und einen schmackhaften Biokaffee zum Frühstück anbietet. Danach ein Schreibwarengeschäft, wo Sie die FSC-Schulhefte mit Recyclingpapier und die schadstofffreien Buntstifte mit Transfair-Zeichen kaufen können. Aber eigentlich wollten Sie doch eine neue Jeans, die gibt es im nächsten Geschäft aus Biobaumwolle, umweltschonend gefärbt und topmodisch.

Im angrenzenden Lebensmittelgeschäft treffen Sie auf einen alten Bekannten, der extra aus dem Ruhrgebiet hierher gekommen ist, um einen rundum schönen Tag zu genießen. Für heute Nachmittag hat er eine ayurvedische Massage im angrenzenden Wellnessbereich gebucht und abends einen Tisch in der vegetarischen Biopizzeria mit dem romantischen Ambiente reserviert. Sie erzählen ihm von Ihrem tollen Erlebnis letzte Woche beim Auftritt des bekannten TV-Comedians im „Zentrum" der Ökostadt. Nächsten Monat ist ein Open-Air-Konzert geplant, zu dem Sie Ihren Bekannten einladen, mit Ihnen bei der Gelegenheit ein leckeres Biobierchen im Bistro zu trinken.

Ihre Partnerin ist mittlerweile auch beim Biofrisör fertig. Chic sieht sie aus und sie fühlt sich pudelwohl. Es wäre ein beeindruckendes Erlebnis gewesen, berichtet sie ganz begeistert. S-förmig schlängelt sich der begrünte Weg in den Bereich des Baumarktes und der Möbelanbieter. Daneben im Ökogartencenter bekommen Sie auch die Pflanzen für Ihren Vorgarten und nebenbei noch ein paar nette fair gehandelte Deko-Ideen für den Wintergarten. Interessiert weist Ihre Partnerin Sie auf den angekündigten Vortrag zum Thema Pflanzenhomöopathie hin. Alternativen zu herkömmlichen Dünger kannten Sie noch nicht.

Langsam wäre eine Erholungspause angebracht. Vom Marktplatz aus kann man einen gewundenen Weg zum Freizeitbereich gehen. Dort bietet das Biohotel in seinem Restaurant neben dem Kräutergarten einen knackig frischen Salat, eigentlich recht günstig, wundern Sie sich. Der Koch erklärt Ihnen, dass er hauptsächlich hiesige Zutaten verwendet, die kann er durch die Kooperation mit den umliegenden Biobauern günstig erwerben. Alles wird frisch zubereitet, das schmeckt man auch. So wundert es nicht, dass bei günstigem Preis und abwechslungsreichem Angebot das Restaurant gut gefüllt ist. Der Koch und gleichzeitig auch Chef im Haus schwärmt, die Anwohner kommen selber gerne hier essen und trotz der günstigen Preise lohnt sich für ihn das Restaurant hier mehr, als an seinem ehemaligen Sitz. „Durch das generationsübergreifende Wohnkonzept wohnen viele Ältere Menschen hier und auch einige Singles. Ich habe den allein stehenden Bewohnern ein Abo angeboten, sie kommen regelmäßig und genießen hier den Kontakt zu den anderen Stadtbesuchern und -bewohnern."
Ja, die Mahlzeit war köstlich. Ein Verdauungsspaziergang wär gut. Wie praktisch, dass Sie Ihre Einkäufe nicht mitschleppen müssen. Ein solargespeister Aufzug bringt Sie in die Tiefgarage, schnell die Einkäufe ins Auto und schon sind Sie wieder oben. Am „grünen Ausgang" führt ein wunderbarer Waldweg am See vorbei ins angrenzende Naturschutzgebiet. Sie blicken auf eine Lichtung und müssen lachen. Die Kinderbetreuung hat einen Ausflug gemacht und Indianertipis aufgebaut. Es ist Zeit, zur Ökostadt zurückzugehen, aber die Kleinen Winnetous und Apanatschis wollen gar nicht von der schönen Lichtung runter. Die qualifizierten Betreuerinnen trösten ein Mädchen namens „kleine Wolke": „Du kommst doch nächste Woche wieder, wenn Mama ihren Heilpraktikertermin hat. Dann basteln wir Strohpuppen, o.k.?"
Auf dem Rückweg von Ihrem Spaziergang erkundigen Sie sich noch beim ansässigen Baubiologenteam, was Sie gegen Ihre feuchten Wände in Ihrer eigenen Wohnung tun sollten. Ihre Schwiegermutter will zu Ihnen ziehen, da sie alleine nicht mehr so gut klar kommt. Ihre Wohnung ist recht klein und das Zimmer muss vorher unbedingt zurecht gemacht werden. Erstaunt erfahren Sie bei der Gelegenheit auch von den Tagesbetreuungsmöglich-keiten für Senioren in der Ökostadt. Genau zu diesem Thema wird ein Vortrag in den Seminarräumen des „Zentrums" angeboten.

Das Zentrum ist ein Bereich mit Bühne, Ruhezonen, Leseraum, Fortbildungsangeboten und Übungsküche. Mittlerweile gibt es ein richtiges Programmheftchen mit Angeboten wie Tai Chi, Yoga, Meditationen, Reikikurse, Kochkurse, kreatives Malen, Diskussionscafé etc. Es wird nicht nur von den Bewohnern der Ökostadt genutzt, viele Besucher von außerhalb sorgen für ausgebuchte Kurse und Veranstaltungen.

Sie fragen den Baubiologen nach den Vorzügen der Strohballenhäuser, in denen die unterschiedlichen Therapieangebote untergebracht sind. Mit dem einfallsreichen bunten Lehmputz verbreiten sie eine sehr heimelige Atmosphäre und einen Kontrast zu den Blockhäusern im Wohnviertel. Der Werkstätten- und Künstlerbereich ist in robusten Naturstammhäusern untergebracht. Erstaunlich, wie vielfältig ökologisches Leben sein kann.

Draußen bimmelt es lustig. Sie verabschieden sich und bedanken sich für die erhaltenen Informationen. Die City-Solarbahn bringt sie nun zum Aufzug der Tiefgarage. Auf der Rückfahrt nach Hause verarbeiten Sie auch die Eindrücke der Komposttoilettenanlage. So etwas hatten Sie auch noch nicht gesehen. Sie beschließen, bald wieder einen erlebnisreichen Tag in der „Ökostadt Rheinland" zu verbringen.


Eine schöne Vorstellung?

Sie kann Realität werden. Wir suchen Investoren und Unterstützer zum Bau der Ökostadt. Möglichst bankenunabhängig soll diese Stadt gebaut werden, um unbeeinflusst von Kreditbedingungen unsere Ideen verwirklichen zu können. Natürlich sollen die Geschäfte, Dienstleistungsanbieter, Handwerksbetriebe und Restaurants auch verdienen dürfen, genau wie unsere Unterstützer und Investoren. Doch Ökostadt Rheinland e.V. möchte eine schützende Hand über das gesamte Projekt halten, damit überzogene Preise keine Chancen haben und die von uns gesetzten Standards auch eingehalten werden. Auch soll es ein Konzept geben, eine Art Fond, mit dem einkommensschwache Menschen bei entsprechendem Engagement für Ökostadt Rheinland auch eine Chance haben, unsere Stadt und deren Einrichtungen nutzen zu können. Es wäre überlegenswert, eine eigene Währung für Ökostadt Rheinland anzubieten, auch um zu gewährleisten, dass ein regelmäßiger Austausch von nehmen und geben stattfindet und das Leben im Fluss bleibt.

Der Verein Ökostadt Rheinland e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Aus der Realisierung der Ökostadt als nachahmenswerte Musterstadt sollen auch Einnahmen durch Spendengelder für den Verein möglich sein, damit aus den Aktivitäten des Vereins Arbeitsplätze entstehen können, der Verein wachsen kann und den Mitgliedern weitere Vorteile angeboten werden können.

Weiterführend gibt es Ideen zu einer alternativen Schule, die der Ökostadt angegliedert werden kann, die Idee eines ökologischen Ferienparks und nicht zu vergessen, das CO2-Projekt. Hier sollen durch Spendengelder Solaranlagen errichtet werden, die nicht nur den deutschen Markt mehr und mehr mit grünem Strom versorgen. Auch hier bitten wir um ein wenig Vorstellungskraft: komplette Straßenzüge, Ortsteile, Stadtviertel produzieren mit Solaranlagen grünen Strom, der in die Strombörse eingespeist wird. Aufgrund der für die nächsten 20 Jahre festgeschriebenen Einspeisevergütung für Solarstrom ist es möglich, 100 % der Spenden in Solaranlagen und Baumprojekte zu geben. Mit der Einspeisevergütung lässt sich eine Verwaltung (mit Sitz in der Ökostadt?) aufbauen. Nähere Informationen zum CO2-Projekt erfragen Sie bitte in unserem Vereinsbüro.

Mit diesen Ideen lässt sich beim Konsumverhalten der Menschen einiges bewegen. Einkaufen wird zum Event, Freizeitvergnügen schließt sich direkt an und das gute Gewissen etwas wirklich Sinnvolles getan zu haben, gibt es dabei! Wellness mal von einer anderen Seite.

Sind Sie dabei?

Gerne vereinbaren wir einen Gesprächstermin und geben per Telefon oder Mail Auskunft. Sie erreichen uns unter:

Ökostadt Rheinland e.V.
Sebastian-Bach-Straße 1
41379 Brüggen - Born

Telefon: 0 21 63 / 57 12 197

 
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